Burgerlove
Diplomprojekt
Für mein Diplomprojekt habe ich an einer Kampagne für die vegane Burger-Marke Swing Kitchen gearbeitet und dabei eine dreiteilige Werbespot-Serie unter dem Titel „Burger Love“ erstellt. Das Ziel war es, nostalgische Old-School-Ästhetik mit frischen New-School-Elementen zu verbinden – ein Mix, der die moderne und zugleich bodenständige Markenidentität von Swing Kitchen widerspiegelt.
Jeder Spot endet mit dem prägnanten Slogan „Echte Liebe isst vegan.“ – eine spielerische, aber provokante Aussage, die Aufmerksamkeit erregen und die Menschen zum Gespräch anregen soll.
Team und Zusammenarbeit
Dieses Projekt war eine echte Teamleistung:
Sam Bajoghli war für das Drehbuch und die Regie verantwortlich.
Theo Lechner übernahm die Kameraarbeit und Bildgestaltung.
Ich (Joshua) konzentrierte mich auf den Schnitt, das Color Grading und die gesamte Postproduktion.
Die enge Zusammenarbeit ermöglichte es uns, über alle drei Filme hinweg einen einheitlichen visuellen und emotionalen Ton zu kreieren. Jeder brachte seine individuellen Stärken ein, was das Projekt von Anfang bis Ende extrem kreativ und kollaborativ machte.
Konzeptentwicklung
Die Ideenfindung begann im Sommer 2024. Wir untersuchten verschiedene Handlungsstränge, die Essen, Emotionen und modernen Lifestyle miteinander verbinden. Aus diesen Diskussionen entwickelten wir drei Kurzgeschichten, die jeweils eine andere Facette davon beleuchten, was „Burger Love“ bedeutet.
Ursprünglich hatten wir geplant, mit Story 3 zu beginnen. Nach dem Testen und der Logistikplanung entschieden wir uns jedoch, mit Story 1 zu starten, um praktische Erfahrungen zu sammeln und unseren Workflow zu verfeinern, bevor wir uns an die anspruchsvolleren Drehs wagten.
Herausforderungen bei der Produktion und Improvisation
Vor jedem Dreh stellte ich sicher, dass das gesamte Equipment bereit, getestet und gut organisiert war. Dennoch gab es, wie bei jeder Filmproduktion, unerwartete Herausforderungen.
Einer der denkwürdigsten Momente ereignete sich während der Produktaufnahmen. Wir wollten eine sanfte Dolly-Fahrt realisieren, hatten aber keinen professionellen Kamerawagen zur Verfügung. Also wurden wir kreativ: Ein Stativ auf einer Schublade wurde zu unserer DIY-Lösung. Es war nicht einfach und brauchte mehr als 55 Takes, um eine ruhige Aufnahme zu bekommen, aber am Ende funktionierte es perfekt. Es wurde zu einem meiner Lieblingsbeispiele für Problemlösung am Set.
Postproduktion: Den finalen Look kreieren
Die gesamte Postproduktion wurde in DaVinci Resolve Studio 19 umgesetzt. Unmittelbar nach jedem Drehtag erstellte ich zur Datensicherheit Backups aller Dateien auf zwei separaten SSDs.
Um bei drei verschiedenen Geschichten den Überblick zu behalten, legte ich ein strukturiertes Ordnersystem mit separaten Verzeichnissen für Footage, Audio, Musik, Assets und Timelines an. Das machte den Bearbeitungsprozess wesentlich effizienter.
Das Color Grading zielte auf einen von Vintage-Filmen inspirierten Look ab: warm und leicht nostalgisch. Besondere Aufmerksamkeit galt den Burger-Aufnahmen, um sicherzustellen, dass jede Zutat lebendig, saftig und appetitlich aussah. Subtile Anpassungen von Sättigung und Helligkeit halfen dabei, die Texturen und die Frische des Essens hervorzuheben.
Um den visuellen Stil abzurunden, wendete ich eine Kodak 2383 D55 Film-LUT an und fügte leichte Objektivverzeichnungen, Halation (Lichthofbildung) und eine Tilt-Shift-Unschärfe hinzu.
