Villa Heat
Matura Reise 2025
Dieses Projekt war eines der wildesten und chaotischsten Dinge, an denen ich je gearbeitet habe. Zusammen mit meinem Freund Sam Bajoghli habe ich „Villa Heat – Matura Reise“ kreiert. Ein Video im Parodie-Stil, inspiriert von Love Island und klassischem Trash-TV. Im Grunde ist es eine völlig überdrehte, dramatische Reality-Show-Version unserer Matura-Reise im Juni 2025 mit unserer Multimedia-Klasse an Die Graphische.
Die Idee war simpel: Wir nehmen eine Woche voller Sonne, Chaos und fragwürdiger Entscheidungen und machen daraus etwas extrem Unterhaltsames. Die Umsetzung war dann allerdings alles andere als einfach.
Der Plan (bevor alles auseinanderfiel)
Noch bevor wir überhaupt die Koffer gepackt hatten, schrieben wir ein Skript, um der ganzen Sache eine Story zu geben. Wir wollten, dass es aussieht und sich anfühlt wie echtes Trash-TV: Wackelkamera, übertriebene Zooms, unangenehme Interviews und das ganze Fake-Drama, das Shows wie Love Island so süchtig machend macht.
Aber kaum waren wir dort, verschoben sich unsere Prioritäten ziemlich schnell vom Filmen aufs… naja, Feiern. Zwischen Strand, Drinks und langen Nächten war es schwer, den ursprünglichen Plan durchzuziehen. Wir haben zwar ein paar Interviews und improvisierte Szenen gefilmt, aber bei weitem nicht genug für eine ganze Story.







Das Material-Problem
Als ich zurückkam und das Projekt im Schnitt öffnete, wurde mir sofort klar: Wir hatten fast gar nichts. Der Großteil der geplanten Story wurde nie gefilmt. Also haben wir uns darauf verlassen, dass uns unsere Mitschüler ihre Videos und Fotos von der Reise schicken.
Das war eine ziemlich schlechte Idee. Wochen vergingen und niemand schickte was. Nach ständigen Erinnerungen und ein paar verzweifelten Nachrichten in der Klassen-WhatsApp-Gruppe bekamen wir zwar ein paar Clips, aber das meiste war wahllos, unscharf oder unbrauchbar. An dem Punkt gab es nur eine Option: Das Projekt komplett neu denken.
Ich saß ewig im Schnitt und habe versucht, aus den Einzelteilen irgendwas Sinnvolles zu basteln. Ich habe die Struktur komplett geändert, voll auf die Absurdität gesetzt und das Ganze eher lustig als perfekt gemacht. Am Ende wurde das Video zu einer Parodie seiner selbst – etwas, das sich nicht ernst nimmt und das Chaos einfach annimmt.
Es steckt voller Insider-Jokes, Random-Momenten und Drama, das nur unsere Klasse versteht, aber genau das macht es besonders. Bei „Villa Heat“ ging es am Ende weniger um ein poliertes Video, sondern mehr darum, die Energie der Reise, die Erinnerungen, das Lachen und das Gefühl einzufangen, die Schule gemeinsam hinter sich zu haben.
Rückblick
Auch wenn es nicht nach Plan lief, bin ich echt froh, wie es geworden ist. Es ist kein professionelles Projekt, sondern ein persönliches. Etwas, das unsere Matura-Klasse von 2025 in ein paar Jahren anschauen kann, um sich sofort daran zu erinnern, wie sich diese Woche angefühlt hat.
Und ehrlich gesagt, genau darum geht es beim Filmen doch eigentlich.